One Billion Rising

Tausende tanzen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

Unter dem Motto Listen! Act! Rise! demonstrierten am 14. Februar 2016 vor dem Brandenburger Tor rund tausend Frauen, Männer und Kinder tanzend gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Auch in den Bezirken Lichtenberg und Buch organisierten Veranstalterinnen der GSJ die Teilnahme an One Billion Rising.

Zur zentralen Veranstaltung am Brandenburger Tor übermittelte Schirmherrin Dilek Kolat in ihrem Grußwort: „Die Dance Demo sendet das weithin sichtbare Signal aus, dass Frauen und Mädchen sich selbstverständlich und angstfrei den öffentlichen Raum erobern.“
Diese Botschaft entsprach dem Bild der vielen Tanzenden, die sich um die zentrale Bühne auf dem Platz des 18. März versammelt hatten, um die Aktion zu unterstützen.

One Billion Rising ist eine weltweite Bewegung, die im September 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Seither werden zum Valentinstag Menschen aufgerufen, ihre Häuser, Schulen, Geschäfte und Arbeitsstellen zu verlassen und gemeinsam öffentlich gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zu protestieren, denn laut statistischen Aussagen der UN werden ein Drittel aller Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt. Das sind weltweit eine Milliarde (one billion) Frauen, die Opfer von Gewalt werden.

Das Centre Talma und das Kreafithaus, Mädchensportprojekte der GSJ – Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit gGmbH, beteiligen sich schon seit 2012 an dieser Aktion: Das Centra Talma zeichnet verantwortlich für die zentrale Berliner Veranstaltung am Brandenburger Tor, während die Macherinnen aus dem Kreafithaus in Lichtenberg - ebenso wie der SportJugendClub in Buch - Aufmerksamkeit für das Thema in ihrem Bezirk wecken wollen.

Der Beitrag für One Billion Rising ist die schlüssige Konsequenz ihres bisherigen Tuns. Denn aus den langjährigen Erfahrungen in der Gruppenarbeit und in der Kooperation mit Schulen, Sportvereinen und anderen Organisationen wissen die Macher und Macherinnen: Es sind insbesondere Mädchen und Frauen, die Opfer von Diffamierung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung werden.