Sportorientierte Jugendsozialarbeit

Grundlage der sportorientierten Jugendarbeit  und Jugendsozialarbeit ist das Sozialgesetzbuch VIII zur Kinder- und Jugendhilfe. In den allgemeinen Vorschriften heißt es in § 1 u.a.: Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Benachteiligungen sollen vermieden und abgebaut werden. Es sollen positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien erhalten und geschaffen werden.

Die gesellschaftlichen Entwicklungen stellen Jugendpolitik und Jugendarbeit vor neue und gravierende Herausforderungen.

Das gilt beispielsweise für Anforderungen, mit denen sich insbesondere die Kinder- und Jugendhilfe in Berlin konfrontiert sieht und die mit folgenden Stichworten gekennzeichnet werden können:

  • Verbesserung der Bildungschancen junger Menschen
  • Soziale Integration
  • Gesundheitsförderung
  • Ermöglichung von gesellschaftlichen Teilhabechancen und bürgerschaftlichem Engagement
  • Prävention von Gewalt und Kriminalität

Der Sport leistet einen wesentlichen und unverzichtbaren Beitrag zum Erreichen der Zielsetzung der Kinder- und Jugendhilfe.

Er trägt zur gesunden physischen, psychischen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bei. Das bezieht sich insbesondere auch auf die zuvor skizzierten Handlungsfelder.

Die sportorientierte Jugendarbeit basiert auf dem § 11 des SGB VIII, der u.a. die Jugendarbeit in Spiel, Sport und Geselligkeit benennt und sich an alle Kinder und Jugendlichen richtet. Sportorientierte Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII wendet sich speziell an solche Jugendliche, die sozial benachteiligt oder individuell beeinträchtigt sind.

Sportorientierte Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in Berlin ist charakterisiert durch:

  • die systematische Kombination von Sport mit anderen Formen der Jugendarbeit,
  • die Verknüpfung von breitensportlichen Angeboten mit sozialpädagogischen Methoden,
  • niedrige Zugangsschwellen,
  • einen ganzheitlichen Ansatz, der körperliche und psycho-soziale Entwicklungsfaktoren gleichermaßen berücksichtigt.

Sportorientierte Jugendsozialarbeit holt Kinder und Jugendliche dort ab, wo sie sich aufhalten.

Sie findet in Sozialräumen statt, die durch besondere Belastungen und soziale Probleme gekennzeichnet sind und versucht, unterschiedliche Akteure der Kinder- und Jugendhilfe, des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen vor Ort einzubinden.

Die Einrichtungen, Angebote und Projekte der sportorientierten Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit werden überwiegend in Trägerschaft der Sportjugend bzw. der gemeinnützigen Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit organisiert und realisiert.

Die Angebote des Fanprojekts richten sich an Fußballfans beiderlei Geschlechts im Alter von 14 bis 27 Jahren, die sich im Umfeld von Hertha BSC und BFC Dynamo aufhalten.

Mit offener Jugendarbeit und einer großen Palette an sportlichen, kulturellen sowie geschlechterreflektierten Angeboten, sollen Kinder und Jugendliche zur gesellschaftlichen Partizipation reifen.

Die gesamtgesellschaftliche Problematik des Rechtsextremismus reproduziert sich immer wieder in regelmäßigen Intervallen. Alltagsrassismus, Vorurteile gegen sozial Schwächere als auch Andersdenkende und -lebende oder Fremdenfeindlichkeit haben bereits Einzug in die Mitte der Gesellschaft gefunden.

Wir existieren seit 1993 und bieten sozialpädagogische Hilfen für Kinder und Jugendliche an, die sozial benachteiligt oder individuell beeinträchtigt sind. Über Straßensozialarbeit sprechen wir Jugendliche an, die in Plattenbaugebieten sowie im Umfeld von Schulen öffentliche Räume besetzen.

Das KICK-Projekt will primärpräventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogioschen Methoden dem Abgleiten von Kindern und Jugendlichen in die Kriminalität entgegenwirken.