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Statement des dsj-Vorsitzenden Holze zur Debatte um ein Pflichtjahr

In den Medien ist eine Debatte um ein Pflichtjahr für alle entbrannt. Die Sportjugend Berlin unterstützt das Statement der Deutschen Sportjugend und Ihres Vorsitzenden Jan Holze, die Freiwilligendienste zu stärken und weiter auszubauen > https://www.dsj.de/news/artikel/freiwilligendienste-ausbauen-statt-allgemeine-dienstpflicht-einfuehren/

Die aktuelle Diskussion um eine allgemeine Dienstpflicht entstand aus ad-hoc-Gesprächen mit Bürgern, bei denen subjektive Einschätzungen ohne Faktenwissen zu Meinungen wurden.

Fakt ist:

  • Bundesweit wurden im Jahr 2008 – also vor zehn Jahren – 85.149 junge Männer zum Zivildienst einberufen. Diese leisteten einen neunmonatigen Dienst – was einer durchschnittlichen Platzbelegung von 63.862 Zivildienstplätzen entspricht. Hinzu kamen rund 24.800 Freiwillige im FSJ und FÖJ, in der Summe waren also rund 90.000 Einsatzplätze besetzt. 
  • Im Jahr 2018 leisten rund 100.000 überwiegend junge Menschen bundesweit einen Freiwilligendienst im FSJ, BFD, FÖJ u.v.m.

Fazit: Es gibt keine eklatante Versorgungslücke, die sich durch Aussetzung der Wehrpflicht aufgetan hätte. Und einen Pflegenotstand gab es auch schon vor zehn Jahren – dieses Problem kann man nicht mit jugendlichen Laienhelfern lösen!