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Sportlicher Ferienspaß für Kinder

"Mein bewegter Sommer“ entlastet berufstätige Eltern – und bringt Kinder in die Vereine

Kanufahren, Skaten oder ins Museum gehen: 270 Kinder im Grundschulalter nahmen in den Sommerferien an dem Ferienprogramm „Mein bewegter Sommer in Berlin“ teil. Die Sportjugend Berlin hatte das Programm vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Es wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie finanziert.

Die Kinder wurden zwei Wochen täglich acht Stunden von qualifizierten Trainern/-innen und Mitarbeitern/-innen verschiedener Sportvereine und Jugendeinrichtungen betreut. Auf dem Programm standen sportliche und kreative Aktivitäten, aber auch Kino- und Museumsbesuche. Gesundes Mittagessen, Snacks und Getränke gab es dazu.

Mit dabei war zum Beispiel der Allgemeine Turn-Verein zu Berlin 1861 (ATV). Trainer Johannes Isenberg kümmerte sich um 19 Kinder. Die 14 Jungen und fünf Mädchen waren zwischen sechs und elf Jahren alt. Sie hatten Kung Fu-Training, malten und bastelten. Außerdem bekamen sie täglich vegetarisches Essen – selbstgekocht im eigenen Haus. Isenberg: „Das ist eine ganz tolle Sache für unseren Verein. Ich könnte mir keine bessere Werbung vorstellen. Einige Kinder sind bisher keine Vereinsmitglieder – wollen nun aber beitreten. Das habe ich ihnen nicht in den Mund gelegt.“

Alexandra Wirobski, Mama der sechsjährigen Lena, ist begeistert: „Meiner Tochter hat es riesigen Spaß gemacht. Und für mich war das Ganztagsprogramm total praktisch. Ich bin alleinerziehend und musste arbeiten. Abends wollte Lena dann noch weiter mit mir Kung Fu üben, weil sie nicht genug kriegen konnte. Eigentlich ist Lena schon in einer Ballett-Gruppe. Nun möchte sie aber gern weiter Kung Fu machen – weil die Trainer so lieb sind.“

„Mein bewegter Sommer in Berlin” entlastet berufstätige Eltern. Zugleich ist das Angebot für Kinder aus einkommensschwachen Familien geeignet. Wer einen berlinpass hat, zahlt für zwei Wochen Ferienspaß mit Betreuung und Verpflegung statt 70 Euro nur 35 Euro.

Auch Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, besuchte das Angebot beim ATV Berlin: „Aus einem Pilotprojekt hat sich ein attraktives Ferienprogramm für Grundschulkinder entwickelt. Ich danke der Sportjugend und den teilnehmenden Vereinen für ihr Engagement. Sie haben sich abwechslungsreiche Angebote einfallen lassen.“

Sportjugend-Vorsitzender Steffen Sambill ergänzt: „‘Mein bewegter Sommer’ zeigt: Ferien in Berlin können erlebnisreich sein und müssen den Geldbeutel der Eltern nicht stark belasten. Die Kinder erleben bekannte und neue Sportarten, lernen ihre Stadt und das Umland kennen. Und auch die Vereine freuen sich, ihre Angebote präsentieren zu können.”

Fotos: Max Weise