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Erstmals wieder in die andere Richtung

Landessportbund erläutert neue Rechtsverordnung

Der Landessportbund Berlin hat heute Anmerkungen zur neuen „Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin“ veröffentlicht. LSB-Präsident Thomas Härtel und Direktor Friedhard Teuffel in einem Schreiben an die Mitgliedsorganisationen: „Nach Wochen, in denen die Beschränkungen immer weiter zugenommen haben, geht es nun erstmals wieder in die andere Richtung. Es gibt behutsame Öffnungen. Aber wir machen keinen Hehl daraus, dass wir uns mehr erhofft hätten. Wir sehen unsere Vereine und Verbände bestens in der Lage, um in den unterschiedlichsten Sportarten den Betrieb auch unter Wahrung der Abstands- und Hygienevorschriften aufzunehmen. Dafür haben wir auch gemeinsam mit Professor Dr. Bernd Wolfarth von der Charité Berlin einen Kriterienkatalog erarbeitet und beim Senat eingereicht.

Vielen Dank auch an alle, die uns in den vergangenen Tagen ihre Konzepte zugschickt haben, wie der Sport in Ihrem Verein und Verband in der nächsten Phase durchgeführt werden kann. Wir haben diese Konzepte schon mit der Senatsverwaltung diskutiert und hoffen darauf, dass sie bald zur Anwendung kommen. Wir setzen uns nun dafür ein, dass nach den sehr behutsamen Lockerungen, von denen noch zu wenige etwas haben, in der nächsten Phase ab dem 4. Mai deutlich mehr davon umgesetzt werden kann. Unser Argument ist dabei auch, dass gerade im Vereinssport unter Anleitung unserer qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleiter ein kontrolliertes Sporttreiben möglich ist. Das hilft auch dabei, Ansteckungsrisiken zu minimieren.

Die neue Fassung der Rechtsverordnung lässt noch einiges im Unklaren. Wir bemühen uns in Gesprächen mit dem Senat, so viel Klarheit wie möglich zu erzielen. Uns ist bewusst, dass es darüber hinaus noch viele weitere individuelle Fragen gibt. Bitte zögern Sie nicht, sie nach wie vor an uns zu stellen. 

Ansprechbar sind dabei unter anderem für Sie Alexander Fuchs (030/30002-113, afuchs@lsb-berlin.de) und Antje Mantau (030/30002-135, amantau@lsb-berlin.de).

Die Situation verlangt von uns auch weiterhin sehr viel Verantwortung. Gerade weil der organisierte Sport so viele Menschen bewegt, hat unser Handeln immer auch große Auswirkungen - in alle Richtungen. Bitte werben auch Sie bei Ihren Mitgliedern um Geduld. Aus der Senatsverwaltung wurde uns jedenfalls berichtet, dass Beschäftigte dort am Telefon von Vereinsmitgliedern beschimpft werden. Das ist inakzeptabel. Es bringt uns auch alle nicht weiter, wenn jetzt jeder in die Rechtsverordnung seine eigenen Sonderrechte hineininterpretiert. Die Akzeptanz der allgemeinen Regeln gerade auch in unserer Sportfamilie hat zur ersten Lockerung geführt. Wenn sich möglichst viele weiter an die Regeln halten, werden wir hoffentlich bald stufenweise mehr Möglichkeiten für alle haben.

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