Details

Neujahrsempfang der Sportjugend Berlin 2018

Sportjugend wichtige Partnerin bei der Ausgestaltung der sozialen Infrastruktur der wachsenden Stadt

Die Jugendbildungsstätte im Olympiapark war gut gefüllt zum Neujahrsempfang der Sportjugend am 29. Januar. Steffen Sambill, Sportjugend-Vorsitzender begrüßte zahlreiche Personen aus Politik und Sport, die sich neben vielen anderen gerne Zeit genommen hatten, um sich in Gesprächen zum Kinder- und Jugendsport in der Hauptstadt auzutauschen. Neben der Staatssekretärin Sigrid Klebba waren die Vorsitzende des Sportausschusses Karin Halsch, SPD sowie dessen Mitglieder, die sportpolitischen Sprecherinnen und Sprecher Philipp Bertram, die Linke, Dennis Buchner, SPD, Stefan Förster, FDP und Nicole Ludwig, Bündnis 90 / Die Grünen, Stephan Standfuß, CDU sowie Robert Schaddach, SPD anwesend.

In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Sambill für die Zusammenarbeit mit und die Unterstützung durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Nach zuletzt großen Problemen in der Finanzierung von Projekten der Jugend- sowie Jugendsozialarbeit im Sport scheine die Zeit zum Aufatmen gekommen: Neben der Berücksichtigung der Tarifsteigerungen auf Landesebene für das Hauptamt in der Jugendverbandsarbeit sind im Doppelhaushalt 2018/2019 auch die Mittel für die Förderung von Kooperationen von Schulen und Sportvereinen verstärkt worden. Einziger Wermutstropfen: nicht alle Bezirke haben die Tarifsteigerungen für bezirkliche Projekte in der sportorientierten Jugendarbeit nachvollzogen.

Für das Jahr 2018 kündigte er ein Jubiläum an: 25 Jahre sportorientierte Jugendsozialarbeit in Berlin. Was 1993 im Rahmen des damaligen Sonderprogramms „Jugend mit Zukunft – gegen Gewalt“ begann, habe sich zu einem Erfolgsmodell ausgeweitet. 

Abschließend bedankte sich Sambill im Namen des gesamten Vorstandes bei allen Engagierten in den Mitgliedsverbänden und –vereinen für ihr tagtägliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit des Sports – nicht ohne allerdings zuvor darauf hinzuweisen, dass eine bessere Vereinbarkeit von beruflicher oder schulischer Tätigkeit mit dem Ehrenamt auch in Berlin per Gesetz wünschenswert wäre.

Gestaltung der wachsenden Stadt möglich

In ihrer anschließenden Grußadresse bestätigte Staatssekretärin Sigrid Klebba, dass Berlin gut in das Jahr 2018 starte. In der wachsenden Stadt sei Gestaltung wieder möglich. Und diese wachsende Stadt brauche eine gute soziale Infrastruktur, bei deren Ausbau die Sportjugend eine wichtige Partnerin sei, insbesondere in der schulischen wie außerschulischen Sport- und Bewegungsförderung junger Menschen. Im Jubiläumsjahr der sportorientierten Jugendsozialarbeit seien die Themen Bewegung und Gesunderhaltung zentral geworden, denn insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche können über die Projekte profitieren. Das besondere Profil der Einrichtungen der sportorientierten Jugendsozialarbeit, das nicht nur Sport, sondern darüber hinaus Geselligkeit und Begegnung ermögliche, trage in vielerlei Hinsicht zur Integration und zum Kennenlernen unterschiedlichster Menschen bei. Klebba betonte, für all diese Aufgaben sei u.a. das ehrenamtliche Engagement Grundlage. Sie sicherte zu, dass der Senat nicht nur an den Themen Aus- und Weiterbildung des Ehrenamts arbeite, sondern auch daran interessiert sei, zeitliche Kontingente zugunsten einer besseren Vereinbarkeit von Ehrenamt und Haupttätigkeit zu schaffen. Abschließend bedankte sie sich für die lösungsorientierte Zusammenarbeit und das immer gute Einvernehmen mit den Sportjugend-Verantwortlichen.

Auch Klaus Böger, Präsident des LSB betonte in seinem Grußwort, dass viele gute Grundlagen für die weitere Arbeit im Sport gelegt worden seien. Dennoch sollte in der Stadt noch weiter bemerkbar werden, was der Sport geleistet hat und leiste.

Eine Demonstration dessen, was der Sport zu leisten imstande ist, zeigte ein Tanzgruppe aus dem Eventcenter des MädchenSportZentrums Centre Talma, die in ihrem Tanzstück unterschiedlichste Grenzen aufbrachen und das Publikum damit begeisterten.

Zeus-Medaille für Andreas Kupper

Zum Abschluss ehrte Ralph Rose, stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend, eine Ausnahmepersönlichkeit in der ehrenamtlichen Jugendarbeit im Sport, die einen wesentlichen Teil ihres Lebens der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Fußball gewidmet hat und widmet: Andreas Kupper erhielt mit der Zeus-Medaille die höchste Auszeichnung im Berliner Sport für sein bisher fast 30jähriges Engagement. Er ist seit 1989 ununterbrochen in der Jugendarbeit des Berliner Fußballsports tätig.

Fotos: Engler